Ein Leserbrief an die Sonntagszeitung
Impressum: von Heinz W. Patzschke, Wollerau, Rentenbezüger bei Profond, geschrieben an die Sonntagszeitung
Als Profond-Rentenbezieher stelle ich bei der «Deckungsgrad-Rangliste» mit meiner PK an der letzten Stelle fest, dass bei weitem nicht alle Aspekte einer guten Sammelstiftung beleuchtet werden. Sie erwähnen zwar nebenbei den bei meiner PK hohen Umwandlungssatz von 7.2 Prozent, was wegen höheren Rentenzahlungen zu Lasten des Deckungsgrads geht. Als Destinatär und Miteigentümer der Stiftung sind mir hohe Renten viel lieber als hohe Deckungsgrade.
Wo bleibt bei Ihrer Beurteilung der Hinweis auf die effektiven Verzinsungen des Alterskapitals in den vergangenen Jahren? Je erfolgreicher eine Sammelstiftung gearbeitet hatte, desto höher war die zur Verfügung stehende Rendite. Wenn zu Lasten des Deckungsgrades freiwillig mehr als das BVG-Minimum ausgeschüttet wurde, hatten die Mitglieder direkt den Nutzen durch ein entsprechend höheres Alterskapital.
Allein in den Jahren 2004 bis 2007 erhielten alle Profond-Mitglieder, sogar auf den überobligatorischen Teil ihres Kapitals, einen freiwilligen Zusatzzins von 9.5 Prozent! Ohne diese Extraleistungen stünde unsere Stiftung heute in Ihrer Tabelle wohl besser da. Allerdings verfügten dann alle Mitglieder über deutlich weniger Kapital für ihre Altersvorsorge, und das primär zu Gunsten des Deckungsgrads, dieser überbewerteten Momentaufnahme auf der Basis von Buchwerten, die lediglich die aktuell herrschenden Finanzmarktverhältnisse widerspiegeln.
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